Effizient und automatisiert Achromate mit Luftsteller ausrichten

TRIOPTICS stellte neues automatisiertes Ausrichtemodul LensAlign 2D Air zum effizienten Ausrichten von Achromaten auf der Photonics West 2018 in San Francisco, USA, vor.

Für die Ausrichtung von Achromaten werden derzeit weitestgehend zwei Methoden verwendet: das manuelle und das automatisierte aktive Ausrichten. Da der Sprung beim Wechsel zwischen diesen Methoden finanziell als auch prozesstechnisch groß ist, zögern viele Verwender der traditionellen manuellen Methode vor der Umstellung.

Bild: LensAlign 2D Air zum automatisierten Ausrichten und Verkitten von Achromaten mittels softwaregesteuertem Luftsteller.

Beim traditionellen Verkitten von Achromaten erfolgt die Messung beispielsweise auf einer Linsendrehvorrichtung. Hier wird der Rand der unteren Linse an eine V-Schneide angelegt und die Linse durch ein Reibrad in Rotation gebracht. Die Ausrichtung der oberen Linse kann händisch per „klöpfeln“ oder durch Verwendung eines manuell zu bedienenden Luftstellers erfolgen. „Diese klassischen Ausrichtverfahren stoßen heutzutage jedoch oftmals an ihre Grenzen“, erklärt Produktentwickler Tobias Schenk. „Diese Einschränkungen betreffen zum einen die Effizienz, die in den bereits ausgereiften manuellen Prozessen kaum weiter gesteigert werden kann, als auch die Qualitätsbestimmung des finalen Ausrichtergebnisses. Da die Beurteilung der Ausrichtung häufig rein visuell erfolgt, kann ein Abschlusszertifikat in der Regel nicht erstellt werden.“

Um dieses Problem anzugehen und die Lücke zwischen den traditionellen und den automatisierten aktiven Ausrichtverfahren zu schließen, entwickelte Schenk ein neues Ausrichtmodul: das LensAlign 2D Air für die Geräte der OptiCentric®-Serie. Dieses stellt eine kostengünstige Einstiegslösung in die Welt der TRIOPTICS LensAlign-Module dar und schlägt damit die Brücke zwischen den traditionellen manuellen Ausrichtverfahren und einer automatisierten aktiven Ausrichtung.

„Der Grundaufbau des Zentriersystems kann in der Regel unverändert bestehen bleiben. Empfehlenswert wäre eine Kombination aus OptiCentric® 100, Linsendrehvorrichtung und unserer neuen Software OptiCentric® 9“, erläutert Schenk. „LensAlign 2D Air ergänzt dieses System nun um einen automatisiert gesteuerten Luftsteller. Während der Drehung wird das obere Kittglied durch softwaregesteuerte Luftstöße, und nicht wie bisher manuell durch den Bediener, in den Toleranzbereich der Zentrierung gebracht.“ Hierzu ist die Angabe eines Toleranzwertes möglich. Dieser wird in der Software als Zielkreis angezeigt. Der aktuelle Restfehler wird als Justagevektor dargestellt. Solange dieser rot erscheint, und damit über dem Toleranzwert liegt, werden durch die Software automatisch weitere Luftstöße ausgelöst.

Die Dauer als auch der Zeitpunkt der Luftstöße wird je nach Dezentrierung von der Software gesteuert. Um ein optimales Ausrichtergebnis zu erzielen, kann die Stärke des Luftstoßes je nach Linsentyp und -größe geregelt werden. Der bedienerunabhängige Prozess erlaubt damit eine gleichbleibende Ausrichtqualität und eine gesteigerte Prozesssicherheit. Die berührungslose Ausrichtung durch den Luftsteller schont hierbei das Material und erhält die Linsenqualität.

Linsenausrichtung mittels automatisiertem Luftsteller: Benutzerunabhängig wird die Linse über Luftstöße ausgerichtet. Der Vorgang kann über die Software bis zum Erreichen einer Zentrierung unterhalb des Toleranzwertes, dargestellt durch den roten inneren Kreis, überwacht werden. Der rote Justagevektor erscheint dann grün.

 

Je nach Verfügbarkeit kann der Kitt ebenfalls softwaregesteuert durch UV-Lampen ausgehärtet werden. „Damit wird erstmals eine automatisierte und benutzerunabhängige Linsenausrichtung mit dem Linsenrand der unteren Linse als Referenz möglich“, stellt Schenk heraus. Abschließend erfolgt die Quantifizierung des Endergebnisses.

 

 

 

TRIOPTICS GmbH

Strandbaddamm 6
22880 Wedel
Deutschland

Telefon: +49 4103 18006-0
Fax: +49 4103 18006-20
Kontakt