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Relevant für: ImageMaster®
Als Verzeichnung bezeichnet man die prozentuale Änderung der Vergrößerung vom Mittelpunkt
des Bildfelds zu den achsfernen Positionen.
Bei der Messung der Verzeichnung
kommt ein weiteres Verfahren zur Messung
der Brennweite zum Einsatz:
- Eine axiale MTF-Messung wird bei einer definierten Ortsfrequenz durchgeführt. Durch Optimierung der MTF bei dieser Frequenz
wird die paraxiale Brennebene ermittelt. Um
eine hohe Genauigkeit zu erzielen, wird
monochromatisches Licht und eine Kurvenanpassung
der Fokussierergebnisse verwendet.
Dabei wird die Apertur des Objektivs
mittels Blende verkleinert.
- Ein Messbereich über das Bildfeld und eine
Anzahl von Messpunkten werden ausgewählt.
Der Objektgenerator bewegt sich
dann automatisch zu den ausgewählten
Feldpositionen.
- Bei jeder Position im Feld wird die Bildhöhe
gemessen. Eine Tabelle mit Wertepaaren
Bildhöhe gegenüber Feldwinkel wird angelegt.
- Die Brennweite wird mit der Formel h/(tan α)
berechnet und als Kurve gegenüber dem
Feldwinkel aufgetragen. Eine Polynomanpassung
der Brennweite bei α=0 ergibt
dann die präzise und unabhängig errechnete
paraxiale Brennweite.
- Die Verzeichnung wird als Verhältnis zwischen
der paraxialen Brennweite und der
Brennweite im Bildfeld berechnet.
Für dieses Verfahren ist eine verhältnismäßig
große Anzahl von Messpunkten mit genau bekannten Objektwinkeln und Feldpositionen
erforderlich. Aus diesem Grund sind ImageMaster®-Instrumente, die diese spezielle Option
zur Verzeichnungsmessung bieten, mit einem
präzisen Winkelgeber für den Objektgenerator
(Genauigkeit 5 Bogensekunden) und
einem ebenso präzisen Linearmesstaster für
die Bildfeldachse (Genauigkeit 0,2 μm) ausgestattet.
Die Brennweite wird damit unabhängig
von den Kalibrierungsparametern als
absolute Größe berechnet.
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